Dienstag, 22. April 2008
Montag, 31. März 2008
Über das Karma der Küchenmaus
Neuneinhalbwochen verweile ich nun in meiner Arbeitsunterkunft. Die Mitbewohner wechseln, kehren manchmal wieder - die einzig wirklich feste Mitbewohnerin ist (ich nenne sie mal) "Haschi" - die Küchenmaus. Sie führt ein gar einzigartiges Leben. Genussorientiert findet sie direkt den Weg zum Snackfach, um auf eine offene Tüte Chips zu hoffen. Ihre gängigste Route ist die von der Spülmaschine zum Gewürzschrank, einmal quer durch die ca 50qm Große Räumlichkeit. Gerne schaut sie mir dabei zu wie ich mir einen Apfel schäle und wenn schwarze Knüddelchen im Dal oder Reis sind, ist nicht immer ganz klar, ob es nur Kreuzkümmel ist.
Aber die Maus muss sich nicht sorgen - nein, sie ist fester Mitbewohner der Hausgemeinschaft. Anerkannt als fester Bestandteil und sicherlich beliebter als die Vorgartenäffchen, die immer die Rosen auffressen.
Gestern machte ich den Vorschlag, sie doch nachhaltig auszusiedeln, doch meine Mausefallenillustration wurde nicht wirklich als solche erkannt. Aber eigentlich mag ich sie mittlerweile ja auch, solange sie sich nicht einen kleinen Privatzoo mit zwölf Schaben hält.
Die Alternative wäre natürlich ihr ein kleines Lebkuchenhaus zu bauen und sie neben den blütenleeren Rösenstöcken wohnen zu lassen. Wenn ich ihr täglich eine kleine Protion Chips bringe, vielleicht lässt sie sich überreden. Und wer weiß, vielleicht ist sie ja mein ungeborenes Kind oder meine Urgroßmutter oder eine unserer früheren Kühe... Herta vielleicht - die den letzten Liter trinkbare Milch gab.
Aber die Maus muss sich nicht sorgen - nein, sie ist fester Mitbewohner der Hausgemeinschaft. Anerkannt als fester Bestandteil und sicherlich beliebter als die Vorgartenäffchen, die immer die Rosen auffressen.
Gestern machte ich den Vorschlag, sie doch nachhaltig auszusiedeln, doch meine Mausefallenillustration wurde nicht wirklich als solche erkannt. Aber eigentlich mag ich sie mittlerweile ja auch, solange sie sich nicht einen kleinen Privatzoo mit zwölf Schaben hält.
Die Alternative wäre natürlich ihr ein kleines Lebkuchenhaus zu bauen und sie neben den blütenleeren Rösenstöcken wohnen zu lassen. Wenn ich ihr täglich eine kleine Protion Chips bringe, vielleicht lässt sie sich überreden. Und wer weiß, vielleicht ist sie ja mein ungeborenes Kind oder meine Urgroßmutter oder eine unserer früheren Kühe... Herta vielleicht - die den letzten Liter trinkbare Milch gab.
Mittwoch, 26. März 2008
Happy Holi!
denn Eierfärben ist doch langweilig, da schmiert man sich doch lieber gegenseitig an.

Am ersten Abend noch Straßenfeuer und alles auf den Punkt gebracht...
Doch am zweiten Tag, wurde es durchaus aggressiver. Auch beim Picknick.

Am ersten Abend noch Straßenfeuer und alles auf den Punkt gebracht...
Doch am zweiten Tag, wurde es durchaus aggressiver. Auch beim Picknick.


jaja - passion pink!
und die Fingernägel still staying pink.
Und für alle die nicht wissen was Holi ist, hier etwas Bildungsfernsehn:
http://km42.spiegel.de/home/index.php?directid=4166
Montag, 17. März 2008
Hari hari, Kamasutra und die emanzipierte Verhüllung


oder wie war das noch gleich. Also auf dem Stein kann man das KamaSutra sehen.
Heiligenbildchen gibt es hier überall und Hinduismus ist eine durchaus postmoderne Religion. Wo sonst ist Gott eine so multipersonelle Persönlichkeit, ist er doch ein Gott als auch Gott für dieses, Göttin für Jenes. Wo sonst werden die Süßigkeiten geheiligt und dann verschenkt, alles mit Blumen dekoriert, weil sie doch das Leben symbolisieren und der Glaube sowohl in Dir als auch in der Kirche ist. Beim Niederschreiben fällt mir allerding auf, dass der Größte Unterschied ist, dass Gott auch weibliche Seiten hat. Naja, vergessen wir mal nicht die Wiedergeburt. Diese unter dem Verweiß "no trafficrules" und dem "mob" als Instanz der spontanen Selbstjustiz führt durchaus zu einer seltsamen Mixtour im Verkehr.
Der ist hier sowieso ehr Männersache, während die Frauen buntumschwebend auf dem Motorradsitz satteln, werden dazwischen noch zwei Kinder und eine Großmutter untergebracht. 80er versteht sich.
Wobei der Sari oder auch das Tagesdress durchaus wohl gleichschaltende Funktionen haben, um die Massen oder die fehlenden zu kaschieren. Im Zweifelsfall wird es im nächsten Leben besser!
Samstag, 16. Februar 2008
Dehli-Cat, Camele and crossing Cows

davor das war der automatische Sprachumwandler. Ihr saht Hindi.
Drei Wochen überwunden, sende ich nun die ersten virtuell-nachhaltigen Lebenszeichen.
Nach einer überflogenen Nacht - Sonnenaufgang in Dehli. Ein bezipfelmützter Chauffeur hält freundlich sein mit meinem Namen betiteltes Schilchen hoch - und am Auto angekommen, möchte ich sofort auch auf der Fahrerseite Platz nehmen. Tja - Linksverkehr! Hupen heißt: Ich fahre. Alles wuselt und was sich fortbewegt, benutzt die Straße: Menschen auf Kamelen, Pferdewagen, Fahrrad, Fußgänger, Motorräder, Autos, Lastwagen, Traktoren. Zwischendurch kreuzen umherirrende Hunde und Kühe den Weg.
Mein erster Eindruck, ein Schnappschuß und schon sehr bald wird mir klar, daß ich hier nicht alles festhalten kann. Zu schnell, zu wirr umgeben mich die Eindrücke und
vielleicht kann ich am Ende mehr erzählen. Solange bleibt ein erster Ausdruck des Eindrucks, der die vielschichtige Struktur keineswegs wiedergeben kann. Zu sehr sind es Geruch und Ton, die eine Andersartigkeit von Stadt und Kultur offenbahren, als dass ich irgendetwas davon wiedergeben könnte. Ich schweige und beschaue Tempel und natürlich Gandhi - und zwar nicht nur auf den Rupies.
Sonntag, 6. Januar 2008
Hurra, ich bestehe!

Ich versuche mich nun darin es hier etwas gemütlich zu machen und dekoriere mit einigen Wörtern den erstandenen digitalen Raum. Noch umgeben mich graue hallenser Pflastersteine, aber bald geht es ja ab nach Indien. Also eine gute Gelegenheit mein kohlebeheiztes Zimmerchen gegen eine virtuelle Existenz einzutauschen.
Lassen wir es nun noch drei Wochen von dunklen Wolken benieseln und warten wir darauf, dass ich fliegen darf...
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