
davor das war der automatische Sprachumwandler. Ihr saht Hindi.
Drei Wochen überwunden, sende ich nun die ersten virtuell-nachhaltigen Lebenszeichen.
Nach einer überflogenen Nacht - Sonnenaufgang in Dehli. Ein bezipfelmützter Chauffeur hält freundlich sein mit meinem Namen betiteltes Schilchen hoch - und am Auto angekommen, möchte ich sofort auch auf der Fahrerseite Platz nehmen. Tja - Linksverkehr! Hupen heißt: Ich fahre. Alles wuselt und was sich fortbewegt, benutzt die Straße: Menschen auf Kamelen, Pferdewagen, Fahrrad, Fußgänger, Motorräder, Autos, Lastwagen, Traktoren. Zwischendurch kreuzen umherirrende Hunde und Kühe den Weg.
Mein erster Eindruck, ein Schnappschuß und schon sehr bald wird mir klar, daß ich hier nicht alles festhalten kann. Zu schnell, zu wirr umgeben mich die Eindrücke und
vielleicht kann ich am Ende mehr erzählen. Solange bleibt ein erster Ausdruck des Eindrucks, der die vielschichtige Struktur keineswegs wiedergeben kann. Zu sehr sind es Geruch und Ton, die eine Andersartigkeit von Stadt und Kultur offenbahren, als dass ich irgendetwas davon wiedergeben könnte. Ich schweige und beschaue Tempel und natürlich Gandhi - und zwar nicht nur auf den Rupies.
