Montag, 31. März 2008

Über das Karma der Küchenmaus

Neuneinhalbwochen verweile ich nun in meiner Arbeitsunterkunft. Die Mitbewohner wechseln, kehren manchmal wieder - die einzig wirklich feste Mitbewohnerin ist (ich nenne sie mal) "Haschi" - die Küchenmaus. Sie führt ein gar einzigartiges Leben. Genussorientiert findet sie direkt den Weg zum Snackfach, um auf eine offene Tüte Chips zu hoffen. Ihre gängigste Route ist die von der Spülmaschine zum Gewürzschrank, einmal quer durch die ca 50qm Große Räumlichkeit. Gerne schaut sie mir dabei zu wie ich mir einen Apfel schäle und wenn schwarze Knüddelchen im Dal oder Reis sind, ist nicht immer ganz klar, ob es nur Kreuzkümmel ist.
Aber die Maus muss sich nicht sorgen - nein, sie ist fester Mitbewohner der Hausgemeinschaft. Anerkannt als fester Bestandteil und sicherlich beliebter als die Vorgartenäffchen, die immer die Rosen auffressen.
Gestern machte ich den Vorschlag, sie doch nachhaltig auszusiedeln, doch meine Mausefallenillustration wurde nicht wirklich als solche erkannt. Aber eigentlich mag ich sie mittlerweile ja auch, solange sie sich nicht einen kleinen Privatzoo mit zwölf Schaben hält.
Die Alternative wäre natürlich ihr ein kleines Lebkuchenhaus zu bauen und sie neben den blütenleeren Rösenstöcken wohnen zu lassen. Wenn ich ihr täglich eine kleine Protion Chips bringe, vielleicht lässt sie sich überreden. Und wer weiß, vielleicht ist sie ja mein ungeborenes Kind oder meine Urgroßmutter oder eine unserer früheren Kühe... Herta vielleicht - die den letzten Liter trinkbare Milch gab.

Mittwoch, 26. März 2008

Happy Holi!

denn Eierfärben ist doch langweilig, da schmiert man sich doch lieber gegenseitig an.



Am ersten Abend noch Straßenfeuer und alles auf den Punkt gebracht...


Doch am zweiten Tag, wurde es durchaus aggressiver. Auch beim Picknick.






jaja - passion pink!


und die Fingernägel still staying pink.

Und für alle die nicht wissen was Holi ist, hier etwas Bildungsfernsehn:

http://km42.spiegel.de/home/index.php?directid=4166





Montag, 17. März 2008

Hari hari, Kamasutra und die emanzipierte Verhüllung




























oder wie war das noch gleich. Also auf dem Stein kann man das KamaSutra sehen.
Heiligenbildchen gibt es hier überall und Hinduismus ist eine durchaus postmoderne Religion. Wo sonst ist Gott eine so multipersonelle Persönlichkeit, ist er doch ein Gott als auch Gott für dieses, Göttin für Jenes. Wo sonst werden die Süßigkeiten geheiligt und dann verschenkt, alles mit Blumen dekoriert, weil sie doch das Leben symbolisieren und der Glaube sowohl in Dir als auch in der Kirche ist. Beim Niederschreiben fällt mir allerding auf, dass der Größte Unterschied ist, dass Gott auch weibliche Seiten hat. Naja, vergessen wir mal nicht die Wiedergeburt. Diese unter dem Verweiß "no trafficrules" und dem "mob" als Instanz der spontanen Selbstjustiz führt durchaus zu einer seltsamen Mixtour im Verkehr.
Der ist hier sowieso ehr Männersache, während die Frauen buntumschwebend auf dem Motorradsitz satteln, werden dazwischen noch zwei Kinder und eine Großmutter untergebracht. 80er versteht sich.
Wobei der Sari oder auch das Tagesdress durchaus wohl gleichschaltende Funktionen haben, um die Massen oder die fehlenden zu kaschieren. Im Zweifelsfall wird es im nächsten Leben besser!