Montag, 31. März 2008

Über das Karma der Küchenmaus

Neuneinhalbwochen verweile ich nun in meiner Arbeitsunterkunft. Die Mitbewohner wechseln, kehren manchmal wieder - die einzig wirklich feste Mitbewohnerin ist (ich nenne sie mal) "Haschi" - die Küchenmaus. Sie führt ein gar einzigartiges Leben. Genussorientiert findet sie direkt den Weg zum Snackfach, um auf eine offene Tüte Chips zu hoffen. Ihre gängigste Route ist die von der Spülmaschine zum Gewürzschrank, einmal quer durch die ca 50qm Große Räumlichkeit. Gerne schaut sie mir dabei zu wie ich mir einen Apfel schäle und wenn schwarze Knüddelchen im Dal oder Reis sind, ist nicht immer ganz klar, ob es nur Kreuzkümmel ist.
Aber die Maus muss sich nicht sorgen - nein, sie ist fester Mitbewohner der Hausgemeinschaft. Anerkannt als fester Bestandteil und sicherlich beliebter als die Vorgartenäffchen, die immer die Rosen auffressen.
Gestern machte ich den Vorschlag, sie doch nachhaltig auszusiedeln, doch meine Mausefallenillustration wurde nicht wirklich als solche erkannt. Aber eigentlich mag ich sie mittlerweile ja auch, solange sie sich nicht einen kleinen Privatzoo mit zwölf Schaben hält.
Die Alternative wäre natürlich ihr ein kleines Lebkuchenhaus zu bauen und sie neben den blütenleeren Rösenstöcken wohnen zu lassen. Wenn ich ihr täglich eine kleine Protion Chips bringe, vielleicht lässt sie sich überreden. Und wer weiß, vielleicht ist sie ja mein ungeborenes Kind oder meine Urgroßmutter oder eine unserer früheren Kühe... Herta vielleicht - die den letzten Liter trinkbare Milch gab.

1 Kommentar:

Eva hat gesagt…

und gestern abend schauten mich vier Augen an! Neue Vorschläge die untötliches Outsorching von meinen Mitbewohnern ermöglichen sind herzlich willkommen!